Ängelholm — unvergesslich!

Todmüde, aber motiviert haben wir um 05:00 morgens an einem Montag am Wiener Flughafen die Reise nach Ängelholm im Rahme des Erasmus+-Programms angetreten. Insgesamt haben wir fünf Tage in Schweden verbracht, um dort eine schwedische Schule samt Schüler:innen und Lehrer:innen sowie allem drum und dran kennenzulernen.

Als wir am ersten Tag die Schule betraten, merkten wir direkt, dass sie um einiges größer war als unsere, obwohl sie nur von 16-19-Jährigen besucht wird. Außerdem war auffallend, dass sie auch eine technisch sehr gute Ausstattung aufweist. Ebenso bemerkenswert war, dass ständig die Klassen gewechselt werden. Bedauerlicherweise fand der Großteil der Schulstunden auf Schwedisch statt, aber man konnte trotzdem hier und dort ein paar Infos aufschnappen. Dafür haben die Gespräche mit den Schüler*innen—sowohl mit unseren Buddies als auch deren Klassenkamerad*innen—umso mehr Spaß gemacht. Am unterhaltsamsten waren jedoch die Ausflüge.

Nach einem etwas in die Hose gegangenen „outdoor escape room“, welcher direkt nach unserer Ankunft am ersten Tag dafür sorgte, dass wir stundenlang durch die Stadt wanderten, ging es zwei Tage später in den Elchpark, in welchem wir diese faszinierenden Tiere besichtigen, füttern und auch streicheln konnten. Darauf folgte ein kurzer Abstecher in das danebenliegende Ziegengehege und den Souvenirshop, wo reichlich Mitbringsel sowie die (angeblich) leckeren Elchwürste eingekauft wurden. Ausgewählten Leuten müssen diese auf jeden Fall sehr geschmeckt haben, da sie keine Mitbringsel mehr hatten. Am Tag darauf folgte eine kurze, aber keinesfalls uninteressante Wanderung auf dem Kullaberg, wo uns eine wunderschöne Aussicht auf das Meer begleitete, bis die Hälfte der Gruppe bei einer Abzweigung den falschen Weg einschlug. Gesammelt zurück am Startpunkt wurde noch schnell gefuttert und dann ging es schon wieder zurück mit dem Bus, in welchem keine Minute verging, ohne dass miteinander gequatscht wurde und wir uns gegenseitig verschiedene nationale Musikgruppen zeigten, nach Ängelholm.

 

Abgesehen vom bereits geplanten Programm wurden wir von den Schwed*innen auf eine „Midsommar Party“ bei einem der Schüler zuhause eingeladen. Es wurde getanzt, gegessen und über die verschiedenen Kulturen geplauscht, wovon alle geradezu begeistert waren. Schwedische Süßigkeiten wurden verkostet und Jugendwörter übersetzt, welche in mal mehr, mal weniger interessanten Zitaten endeten. („Sie sind meine Oida“ -Erik)

Sehr unerwartet für uns war jedoch, wie auch wir Ödenburger*innen aus verschiedenen Klassen uns näherkamen, sei es auf Gruppenbesuch im Mädchenzimmer, beim gemeinsamen Shoppen oder einem Besuch des Sandstrands, wir blieben eine Einheit. Anschließend bleibt uns nur mehr zu sagen, dass wir uns auf April und eine erneute Umsetzung diverser Pläne, welche wir dann mit unseren Buddies erleben dürfen, freuen.

Zu guter Letzt möchten wir uns bei Frau Prof. Friesenbichler für die Planung und Umsetzung des wundervollen Programms bedanken, wir hatten alle unglaublich viel Spaß und möchten am liebsten wieder direkt zurück. Ein großes Dankeschön auch an Herrn Prof. Brommer und Frau Prof. Krammer (und ihre unendliche Güte) dafür, dass sie diese Woche zu einem Erlebnis machten, welches wir nie vergessen werden.

 

„Ich liebe die schwedische Kultur“, Davud

Rain Preier, 6a